„Bill Russell ist einer der größten Athleten in unserer Geschichte – ein Allzeit-Champion der Champions und ein guter Mann und großartiger Amerikaner, der alles getan hat, was er konnte, um das Versprechen eines Amerikas für alle Amerikaner einzulösen“, schrieb US-Präsident Joe Biden. Russell, der erfolgreichste NBA-Profi der Geschichte, war nach Angaben seiner Familie im Alter von 88 Jahren zu Hause friedlich eingeschlafen.

Auch Ex-Präsident Barack Obama würdigte den früheren Basketballstar. „Heute haben wir einen Giganten verloren – sowohl als Spieler als auch als Person“, twitterte Obama, der Russell 2011 die „Freiheitsmedaille des Präsidenten“ verliehen hatte, die höchste Auszeichnung der USA für Zivilisten.

Elfmal NBA-Sieger

Russell gewann als Center mit den Boston Celtics zwischen 1957 und 1969 elfmal die NBA-Meisterschaft – so oft wie kein anderer Spieler in der besten Liga der Welt. Fünfmal wurde er in seiner Karriere zum „wertvollsten Spieler der Saison“ gewählt. Heute trägt diese Trophäe seinen Namen. Zudem war er 1968 und 1969 nicht nur auf dem Feld aktiv, sondern auch Coach der Celtics und holte damit als erster schwarzer Cheftrainer zwei NBA-Titel. 

2011 übergab Russell die nach ihm benannte Trophäe des „Wertvollsten Spielers“ an Deutschlands Superstar Dirk Nowitzki

„Bill Russell ein Pionier – als Spieler, als Champion, als erster schwarzer NBA-Headcoach und als Aktivist“, sagte NBA-Legende Michael Jordan. „Er hat für jeden schwarzen Spieler, der nach ihm in die Liga kam, inklusive mir, den Weg geebnet und ein Beispiel gesetzt.“

Auf und abseits des Spielfelds hatte sich Russell immer wieder für den Kampf gegen Rassismus stark gemacht. Er hatte unter anderem gemeinsam mit Martin Luther King demonstriert. 1961 hatte Russell ein Spiel boykottiert, um auf die Diskriminierung von Schwarzen im Basketball aufmerksam zu machen. 

sn/jst (dpa, sid)

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