Das Wichtigste in Kürze: 

Kein direktes Wort des Kremlchefs zum Krieg in der Ukraine  Gouverneur von Sewastopol berichtet von ukrainischer Drohnenattacke Selesnkyj ruft zum Räumen der Ostukraine auf  Russland erlaubt angeblich Untersuchung des Gefängnis-Beschusses  Lindner will nicht länger mit Gas Strom produzieren lassen

 

Russlands Präsident Wladimir Putin hat zum „Tag der Seestreitkräfte“ in St. Petersburg eine neue Marinedoktrin in Kraft gesetzt. Dort seien auch Russlands Seegrenzen, darunter in der Arktis und im Schwarzen Meer festgelegt worden. „Den Schutz werden wir hart und mit allen Mitteln gewährleisten“, betonte der Kremlchef bei einer Parade mit Kriegsschiffen.

In der neuen Doktrin wurde festgeschrieben, dass das Streben der USA nach Dominanz auf den Weltmeeren eine „Herausforderung für die nationale Sicherheit Russlands“ sei. Das von Putin feierlich unterzeichnete Dokument sieht auch vor, dass die militärische Infrastruktur auf der annektieren Schwarzmeer-Halbinsel Krim ausgebaut wird. Laut der Doktrin ist zudem der Bau von modernen Flugzeugträgern vorgesehen. Russland hat im Schwarzen Meer zahlreiche Kriegsschiffe bei den Angriffen gegen die Ukraine im Einsatz.

Kremlherrscher Putin, Marinechef Nikolai Jewmenow und Verteidigungsminister Sergej Shoigu grüßen Kriegsschiffe

Bei dem Auftritt vor Tausenden Zuschauern ging Putin allerdings nicht direkt auf den russischen Angriffskrieg ein. Er dankte der Kriegsmarine für ihre Einsätze, die sie seit Jahrhunderten leiste, und lobte ihre hohe Verteidigungsbereitschaft. Vor seiner Rede hatte Putin auf einem Boot während einer Fahrt von Kronstadt nach St. Petersburg die Parade abgenommen. 

Generalstab der Schwarzmeerflotte mit Drohne angegriffen

In Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach russischen Angaben der Stab der Schwarzmeerflotte mit einer Drohne angegriffen worden. Fünf Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, im…