Fußball-EM 2022
Sommermärchen mit elfjähriger Verspätung: Darum feiert der Frauenfußball jetzt seinen Durchbruch

Deutschlands Alexandra Popp (2.v.r.) bejubelt ihr Tor zum 2:1 gegen Frankreich mit ihren Teamkolleginnen. Die DFB-Frauen können zum neunten Mal die Fußball-Europameisterschaft gewinnen.

© Nick Potts/PA Wire / DPA

31.07.2022, 16:13
2 Min. Lesezeit

Eigentlich sollte die Fußball-WM im eigenen Land 2011 den deutschen Frauenfußball endgültig etablieren. Doch von dem Hype blieb wenig übrig. Das könnte jetzt anders sein.

Eigentlich war 2011 alles angerichtet: Fünf Jahre nachdem die deutschen Fußball-Herren bei der WM im eigenen Land eine wahre Euphorie entfacht hatten, wollten auch die Damen vor heimischen Publikum ihr Sommermärchen feiern. Die WM 2011schien der perfekte Anlass zu sein. Was die seit vielen Jahren die Männer trotz fehlender Titel können, das sollte den erfolgsverwöhnten Frauen doch erst Recht gelingen.

Tatsächlich gab es 2011 viele gute Impulse: Das Eröffnungsspiel verfolgten 15 Millionen Menschen, die Stadien waren voll, und auch die Spiele ohne deutsche Beteiligung erzielten gute Einschaltquoten. Doch ausgerechnet die deutsche Mannschaft enttäuschte, bereits im Viertelfinale war gegen Außenseiter Japan Schluss.

Die Fußball-WM 2011 hatte keinen nachhaltigen Effekt

Neben dem sportlichen wurde auch das atmosphärische Ziel verpasst: Es entstand keine bleibende Euphorie, die in den Liga-Betrieb herübergerettet werden konnte: Zwar konnte die durchschnittliche Zuschauerzahl in der Nach-WM-Saison von mickrigen 836 auf 1121 gesteigert werden, doch schon in der kommenden Saison fielen die Zahlen wieder auf 890 zahlende Besucher – die Herren kamen im gleichen Zeitraum auf mehr als 42.000 Zuschauer pro Spiel. 

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