„Von den Leistungen her war ich in den letzten Jahren die Konstanteste“, sagte Malaika Mihambo nach ihrem zweiten WM-Triumph in Folge auf die Frage, warum sie in Eugene wieder mal für das Leichtathletik-Team die Eisen aus dem Feuer holen konnte. Nach ihren Erfolgen bei der WM 2019 in Doha in Katar und 2021 bei den OIympischen Spielen in Tokio stand die deutsche Weitspringerin bei der WM im US-Bundesstaat Oregon wieder ganz oben auf dem Podest.

Außer ihrem Gold gab es in Eugene nur wenig Grund zum Jubeln für die deutsche Mannschaft. Lediglich der Sprintstaffel der Frauen gelang mit Bronze ein Medaillengewinn. Weniger Medaillen gab es noch nie für Deutschland bei einer Leichtathletik-WM. „40 bis 45 Prozent der deutschen Athleten konnten ihr Leistungsvermögen nicht abrufen“, kommentierte Cheftrainerin Annett Stein das enttäuschende Abschneiden der deutschen Aktiven.

Seit 2018 bei Großereignissen ungeschlagen

Mihambo, „Deutschlands Sportlerin des Jahres“ 2019, 2020 und 2021, aber „lieferte“ einmal mehr. Seit ihrem Sieg bei der Europameisterschaft 2018 in Berlin ist sie bei Freiluft-Großereignissen ungeschlagen. Wichtiger als Gold sei ihr, „dass ich gerne mehr gebe und mich verbessere und mehr zeigen kann von dem, was ich drauf habe – unabhängig davon, ob ich den Titel hole oder nicht“, sagte die 28-Jährige nach dem Wettkampf.

Mihambo nach dem Triumph in Oregon: das nächste Gold in ihrer Medaillensammlung

Sie wolle „wachsen“, wiederholt sie seit Langem fast wie ein Mantra. Vielleicht ist dieser unbändige Drang nach Entwicklung und Perfektion – die „innere Meisterschaft“, wie sie es nennt – einer der Hauptgründe, warum die Weitspringerin so erfolgreich ist. Mit dem Erreichten zufrieden zu sein und nachzulassen, kommt für Mihambo nicht in Frage: „Weiter zu springen ist auch etwas, das mich antreibt. Ich bin einfach sehr daran interessiert, zu wissen, wie weit ich denn springen kann am Ende meiner Karriere.“

Wie weit kann sie springen?

Auch ihre Sprünge in Eugene…