Deutschlands Sportlerin des Jahres setzte sich bei der Leichtathletik-WM in den USA vor Ese Brume aus Nigeria mit 7,02 Metern durch, Bronze ging an die Brasilianerin Leticia Oro Melo, die eine Weite von 6,89 Metern erzielte. Mihambo, die seit ihrem EM-Triumph 2018 in Berlin bei Großereignissen im Freien ungeschlagen ist, holte die zweite Medaille für das deutsche Team in Eugene – und die erste in Gold.

Die 7,12 Meter waren ein Zentimeter weniger als die Weltjahresbestleistung der Australierin Brooke Buschkuehl. Mihambo hat nach EM-Gold 2018, dem WM-Gold 2019 und dem Olympiasieg in Tokio 2021 nun den vierten großen Titel ihrer Karriere gewonnen.

Durch ihren Sieg in Eugene am Sonntag (Ortszeit) hat die Olympiasiegerin nun als einzige Deutsche neben Heike Drechsler zwei Mal Weitsprung-Gold bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. Die 28-Jährige galt schon vor dem Turnier als größte deutsche WM-Hoffnung. 

Malaika Mihambo wurde mit ihrem Gold-Sprung den Erwartungen gerecht

„Ich wollte weiter springen, das kann ich. Aber ich bin so froh, dass ich meinen Titel verteidigt habe“, sagte Mihambo nach einem nervenaufreibenden Wettkampf. Nach zwei ungültigen Versuchen hatte sie mit dem dritten Sprung auf 6,98 m knapp ein frühes Aus vermieden. In Durchgang vier setzte sich die Heidelbergerin mit 7,09 an die Spitze und legte in der letzten Runde noch eins drauf – da stand sie schon als Weltmeisterin fest.

Mihambo ist die erste Europäerin, die mindestens zweimal in Folge Weltmeisterin im Weitsprung wurde. Dies war zuvor nur den US-Amerikanerinnen Jackie Joyner-Kersee (1987/1991) und Brittney Reese (2009/2011/2013) gelungen.

kle/wa (sid, dpa)