Waffenlieferungen
Auf den Rausch um den Ringtausch folgen Frust und Ärger. Nun wird eine neue Idee diskutiert

Wieder aufbereitete Marder-Schützenpanzer stehen im Rheinmetall-Werk in Unterlüß, Niedersachsen

© Julian Stratenschulte / DPA

25.07.2022, 13:48
4 Min. Lesezeit

Breitseite für die Bundesregierung: Polen zeigt sich frustriert angesichts ausbleibender Kompensation für gelieferte Panzer. Es mehren sich Stimmen, die direkte Waffensendungen an die Ukraine in Betracht ziehen.

Der russische Überfall lag schon einige Wochen zurück, die Rufe nach schweren Waffenlieferungen an die Ukraine wurden immer lauter, da fand in Berlin eine Idee parteiübergreifend Wohlgefallen. Die Idee erschien pragmatisch und effektiv – und nicht wie ein „Witz“, über den Polen nicht lachen konnte, nachdem die Bundesrepublik zunächst mit 5000 Helmen aushelfen wollte. 

Der sogenannte Ringtausch sollte der Ukraine möglichst raschen Zugang zu schwerem Geschütz ermöglichen. Die Theorie: Östliche Nato-Partner stellen dem angegriffenen Land Waffen sowjetischer Bauart zur Verfügung, mit denen die Streitkräfte ohne Zusatzausbildung umgehen können – als Ersatz erhalten sie westliche Fabrikate von Bündnispartnern wie Deutschland.

Ukraine-Krieg
Wenn kaum ein Stein mehr auf dem anderen ist – Vorher-Nachher-Bilder zeigen massive Kriegsschäden

Zurück
Weiter

Mariupol, Region Donezk

Satellitenaufnahme eines östlich an das Asowstal-Werk grenzenden Wohngebiets in Mariupol. Die aufgrund ihrer Lage am Asowschen Meer strategisch bedeutsame Hafenstadt geriet gleich zu Beginn des Krieges ins Visier der russischen Truppen, wenige Tage später galt Mariupol als einer der umkämpftesten Orte der Ukraine. Durch den massiven Beschuss …

Mehr

„Es geht darum, dass es schnell geht. Dass jetzt sofort Waffen geliefert werden“,…