Das Wichtigste in Kürze:

Drei ukrainische Schwarzmeerhäfen stellen sich auf Getreide-Export ein Russland sichert Ägypten Getreide-Lieferung zu Lawrow räumt russischen Plan zum Machtwechsel in Kiew ein Selenskyj betont nationale Einheit als vorrangige Aufgabe Steinmeier: Ukraine-Krieg ist auch „Krieg gegen Einheit Europas“

 

Nach dem Istanbuler Abkommen zur Ausfuhr von ukrainischem Getreide haben drei Häfen am Schwarzen Meer mit der Vorbereitung der Transporte begonnen. Die Arbeiten für die Wiederinbetriebnahme der Häfen in Odessa, Tschornomorsk und Juschnyj seien im Gange, teilte die ukrainische Seehafenbehörde auf Facebook mit. Auf der Grundlage der Einigung in Istanbul würden die Schiffsverbände für den Getreideexport über den Seeweg zusammengestellt. Dazu werde ein Konvoi gebildet, der von einem Leitschiff angeführt werden solle. Die Behörde forderte Reedereien auf, ihre Schiffe dafür anzumelden.

Das Getreideabkommen sieht vor, dass die Schiffe über einen bestimmten Seekorridor fahren. Russland hatte in dem Abkommen zugesichert, weder die Schiffe noch die Häfen zu beschießen. In der Ukraine und international gibt es allerdings Zweifel, ob sich Russland daran hält. Die unter der Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei unterzeichnete Einigung sieht ferner vor, die Exporte von einem Kontrollzentrum in Istanbul überwachen zu lassen. Nach ukrainischen Angaben lagern im Land 20 Millionen Tonnen Getreide. Sie werden auf dem Weltmarkt dringend benötigt.

Erst am Freitag hatte Russland den Hafen von Odessa trotz des Abkommens mit Raketen angegriffen. Nach ukrainischen Angaben wurde dabei Hafen-Infrastruktur beschädigt. Zum Zeitpunkt der Attacke lagerte dort demnach auch Getreide, die Vorräte waren von dem Beschuss jedoch offenbar nicht betroffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff als „offensichtliche russische Barbarei“. Auch international wurde die Attacke verurteilt.

Das Verteidigungsministerium in Moskau…