25.07.2022, 15:37
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Selten gelingt es neuen Smartphone-Herstellern, Begeisterung für die Erstlingswerke zu wecken – zu übersättigt ist der Markt, zu klar sind die Rollen verteilt. Nothing ist es mit dem Phone 1 dennoch gelungen. Aber wird man den geweckten Erwartungen gerecht?

Die Smartphone-Revolution ist schon gut 15 Jahre her. 2007 läutete Apple mit dem iPhone eine neue Ära ein, die den Alltag der Menschen weltweit nachhaltig verändern sollte – sowohl zum besseren, als auch zum schlechteren. Entsprechend verbreitet sind inzwischen Smartphones aller Art auf der Welt. Die Menge derer, die also bei Erscheinen eines neuen Geräts himmelhoch jauchzend zum Händler ihres Vertrauens rennen, schrumpft von Jahr zu Jahr. 

Das sieht beim Start eines gänzlich neuen Herstellers von Android-Geräten erst recht so aus. Denn ob nun Nokia, Oppo, Samsung, Realme oder Xiaomi auf der Rückseite steht, verliert im Hinblick auf immergleiche Komponenten an Bedeutung. Diesem Schicksal ist Nothing, die brandneue Marke des ehemaligen Oneplus-Direktors Carl Pei, auf wundersame Weise entkommen. Der gebürtige Chinese mit schwedischem Pass hat geschafft, wovon viele Hersteller aktuell nur träumen – man hat auf sein Phone 1, so heißt das erste Gerät von Nothing, gespannt gewartet. Im Test beantworten wir die Frage: Zu Recht oder umsonst?

Teaserbild: Getty Images / tobyfraley

Einzigartige Optik des Nothing Phone 1 als Alleinstellungsmerkmal

Nothing muss sich die Frage gestellt haben, was ein Android-Smartphone überhaupt einzigartig machen kann. Die Hardware ist es nicht – denn wie man die Komponenten zusammenwürfelt, ist am Ende eine Frage des gewünschten Verkaufspreises. Da ist die Formel verlässlich: Je mehr man verlangt, desto mehr kann man reinpacken – vom Prozessormodell über den Speicher bis hin zur Kamera ist Geld der einzige…