„Ich glaube, dass wir ein deutlich besseres Team haben als in früheren Jahren“, sagt die schwedische Angreiferin Stina Blackstenius der DW. „Wir haben bei den letzten Turnieren sehr gut abgeschnitten. Das hat uns viel Selbstvertrauen gegeben. Aber wir spielen im Moment auch wirklich guten Fußball. Ich glaube an unser Team und an unsere Stärken.“

Schweden will seine Chance bei dieser EM 2022 unbedingt ergreifen. Im ersten Halbfinale an diesem Dienstag in Sheffield (Anpfiff 21 Uhr MESZ) treffen die Schwedinnen auf die Gastgeberinnen aus England. Den letzten großen Titel konnten die Skandinavierinnen bei der ersten EM im Jahr 1984 gewinnen – im Finale gegen England. Zuletzt standen sich beide Teams bei der WM 2019 im Spiel um Platz drei gegenüber: Schweden siegte mit 2:1. Die Mannschaft von Trainer Peter Gerhardsson will es nun mit Erfahrung richten. Die Engländerinnen, die sich in der Heimat ebenfalls den Titel zum Ziel gesetzt haben, setzen jugendlichen Spirit dagegen. 

Reich an Erfahrung

Schweden verfügt über einige hochkarätige Spieler. Die größten Stärken des Teams aber sind Erfahrung und Teamwork. Im Viertelfinale gegen Belgien zeigten die Schwedinnen eine dominante Leistung – mit 32 Torschüssen, die jedoch 90 Minuten lang keinen Treffer Tor einbrachten. Den hochverdienten Siegtreffer erzielte schließlich in der Verlängerung die 35 Jahre alte Linda Sembrant.

Die Verteidigerin von Juventus Turin ist eine von fünf schwedischen Spielerinnen, die bereits mehr als 100 Länderspiele absolviert haben. Mannschaftsführerin Caroline Seger hat mit 232 Partien sogar europaweit die meisten Einsätze in einer Nationalmannschaft.

Hedvig Lindahl nähert sich den 100 Länderspielen für Schweden

Nicht weit von Segers Bilanz entfernt ist auch Torhüterin Hedvig Lindahl (192 Länderspiele) sowie die Vize-Kapitänin Kosovare Asllani (165). „Das ist eine große Sache“, sagte Lindahl der DW. „Wir diskutieren viel über unsere Beziehungen untereinander und…