Das Wichtigste in Kürze:

Blinken sieht Glaubwürdigkeit der russischen Führung beschädigt Ukraine feuert Himars-Raketen auf Brücke bei Cherson Polen will im Ringtausch mehr deutsche Kampfpanzer Baerbock sieht keinen Wortbruch beim Waffen-Ringtausch mit Polen Orban ruft USA und Russland zu Verhandlungen auf

Die US-Regierung hat Russland für den Beschuss der ukrainischen Hafenstadt Odessa verantwortlich gemacht und den Angriff auf das Schärfste verurteilt. Nur einen Tag nach der Istanbuler Vereinbarung über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer habe Russland seine Verpflichtungen gebrochen, kritisierte Außenminister Antony Blinken. „Dieser Angriff lässt ernste Zweifel an der Glaubwürdigkeit des russischen Engagements für die Vereinbarung aufkommen.“

Blinken betonte: „Der Beschuss untergräbt die Bemühungen der UN, der Türkei und der Ukraine, wichtige Nahrungsmittel auf die Weltmärkte zu bringen.“ Russland trage die Verantwortung für die Verschärfung der weltweiten Nahrungsmittelkrise. Moskau habe der Vereinbarung zur Ausfuhr von Getreide zugestimmt und stehe nun in der Pflicht, sie vollständig umzusetzen.

Eine offizielle russische Reaktion liegt bislang nicht vor. Dem türkischen Verteidigungsminister Hulusi Akar soll der Kreml erklärt haben, man habe nichts mit diesem Angriff zu tun und wolle den Vorfall untersuchen. 

Die Vereinten Nationen und die Türkei hatten monatelang zwischen Kiew und Moskau vermittelt, um eine Wiederaufnahme der blockierten ukrainischen Getreidelieferungen zu erreichen. Am Freitag kam es zur Einigung unter anderem für abgesicherte Transitrouten im Schwarzen Meer. Die Kriegsparteien sagten zu, keine Schiffe auf diesen Routen anzugreifen. Auch die drei beteiligten Häfen dürfen demnach nicht angegriffen werden.

Das Abkommen legt fest, die Exporte von einem Kontrollzentrum in Istanbul überwachen zu lassen. Es soll unter anderem die Ausfuhr der 20 bis 25 Millionen Tonnen Weizen ermöglichen, die durch den Krieg…