Mathematiker im Porträt
Stefan Banach und die bahnbrechende Entdeckung der Funktionsanalysis

Auf Twitter wurde das Google Doodle zu Stefan Banach am Freitag gefeiert

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22.07.2022, 12:04
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Dem Mathematiker Stefan Banach hat die Wissenschaft viel zu verdanken: Er machte bahnbrechende Entdeckungen und erfand die Funktionsanalysis. Ein Porträt der großen Persönlichkeit.

Stefan Banach kommt am 30. März 1892 in Krakau (damals Österreich-Ungarn) als uneheliches Kind zur Welt. Zunächst wächst er bei seiner Großmutter auf, nach deren Erkrankung in einer Pflegefamilie. In der Schule fällt er mit sehr guten Mathematik-Noten auf, ansonsten hat er allerdings weniger gute Schulnoten. Auf einem Gymnasium lernt er Witold Wilkosz kennen, mit dem er später noch zusammenarbeiten wird.

Nach dem Abschluss der Schule entscheidet sich Banach dazu, statt Mathematik einen anderen Studiengang zu studieren. Denn er ist der Meinung, dass er in der Mathematik nichts Neues lernen könnte. Also verlässt er Krakau und geht nach Lemberg (heute Lviv in der Ukraine), um dort Ingenieurswissenschaften zu studieren. Sein Studium schreitet aber nur langsam voran, was vermutlich daran liegt, dass er Nachhilfeunterricht geben muss, um sich finanziell versorgen zu können.

Als im Jahr 1914 der Erste Weltkrieg beginnt, bricht Banach sein Studium ab und verlässt Lemberg gen seine Heimat Krakau. Wegen einer Sehschwäche wird er nicht vom Militär eingezogen, sondern muss im Straßenbau arbeiten. Nebenbei verdient er Geld als Lehrer an örtlichen Schulen. Außerdem besucht er Mathematikvorlesungen – vermutlich auch bei dem bekannten Mathematiker Stanisław Zaremb.

Stefan Banach entwickelt die Funktionsanalysis

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