Die deutschen Fußballerinnen sahen vor dem Fernseher, wie Frankreich Chance um Chance liegen ließ – und müssen nun hoffen, dass sich der Halbfinal-Gegner bei der EM 2022 die Tore nicht für Mittwoch aufgehoben hat. Mit einem hoch verdienten 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Titelverteidiger Niederlande empfahlen sich Kapitänin Wendie Renard und Co. bei der EM für die Partie in Milton Keynes (21 Uhr/MESZ) gegen Deutschland.

„Es ist ein tougher Gegner“, sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Die Französinnen brauchten am Samstagabend in Rotherham im Viertelfinale die Verlängerung und ein Elfmetertor von Eve Perisset, um nun gegen die DFB-Frauen um den Einzug ins Finale von Wembley am kommenden Sonntag zu spielen. „Wir wissen, dass Frankreich eine enorme Qualität hat in den Umschaltmomenten, fantastische Einzelspielerinnen mit ganz viel Tempo“, sagte Voss-Tecklenburg nach dem langen TV-Abend im Teamquartier in Brentford.

Däbritz mit Expertise über französischen Fußball

Direkt neben der 54-Jährigen saß Sara Däbritz. Die 27-Jährige könnte dem Trainerteam bei der Spiel-Vorbereitung mit ihrer Expertise noch entscheidend helfen: Die Mittelfeldspielerin wechselte im Sommer nach drei Jahren bei Paris Saint-Germain zum Champions-League-Sieger Olympique Lyon und erwartet ein „enges, spannendes“ Spiel. „Unsere Analysten haben schon fleißig gearbeitet“, erzählte Däbritz, die sich natürlich bestens mit dem französischen Fußball auskennt, am Sonntag. „Als wir gestern das Spiel geschaut haben, da tauscht man sich in so einer lockeren Umgebung natürlich ein bisschen aus. Aber ich glaube, unser Trainerteam wird uns bestmöglich drauf einstellen und wir werden super vorbereitet sein.“

Auch Joti Chatzialexiou, Leiter der Nationalteams beim DFB, war von den Französinnen beeindruckt. „Sie haben eine brutale Qualität, sind vor allem auf den Außenbahnen richtig gut. Dass es so lange gedauert hat, hat mich überrascht“, sagte er. Gleichzeitig ist das Vertrauen in die…