Nach Abkommen
Wichtig für Getreide-Ausfuhr: Entsetzen über russischen Angriff auf den Hafen von Odessa

Getreidesilos im Hafen von Odessa: Einen Tag nach einem Ausfuhr-Abkommen hat Russland die Hafenanlagen mit Raketen beschossen.

© Jussi Nukari / Lehtikuva / DPA

23.07.2022, 14:31
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Am Freitag atmete die Welt auf, weil ein Abkommen für die Ausfuhr von Millionen von Tonnen Getreide, die in der Ukraine festliegen, verabschiedet wurde. Doch nur einen Tag später beschießt die russische Armee den Hafen von Odessa, der für die Exporte eine zentrale Rolle spielt.

Ist es ein weiteres zynisches Spiel von Russlands Präsident Wladimir Putin? Just einen Tag nach der Vereinbarung über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer hat Russland nach Angaben aus Kiew den Hafen von Odessa mit Raketen beschossen. „Gestern wurde der Export über den Seeweg vereinbart, und heute greifen die Russen den Hafen von Odessa an“, teilte der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, am Samstag mit. Russland bombardiere die Hafenstadt. Nach ukrainischen Militärangaben wurden zwei russische Raketen von der Luftabwehr abgefangen, zwei weitere seien im Handelshafen eingeschlagen, hieß es.

Russland hatte am Freitag in dem Abkommen zugesichert, die Schiffe über einen Seekorridor fahren zu lassen und nicht zu beschießen. Auch die beteiligten Häfen dürften nicht angegriffen werden. Jermak warf Russland „Hunger-Terror“ vor. „Die Welt muss handeln.“ Nötig seien „effektive Sanktionen gegen Rusland und mehr Waffen für die Ukraine“.

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