Das Wichtigste in Kürze:

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Einen Tag nach der Einigung auf eine Wiederaufnahme blockierter Getreidelieferungen aus der Ukraine ist der größte Seehafen des Landes mit Lenkwaffen attackiert worden. „Der Feind hat den Handelshafen von Odessa mit Kalibr-Marschflugkörpern angegriffen. Zwei Raketen trafen die Infrastruktur des Hafens“, erklärte Serhij Bratschuk, ein Vertreter der Region Odessa, in Onlinetzwerken. Zwei weitere Flugkörper habe die Luftabwehr abschießen können. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt.

Russlands Präsident Wladimir Putin habe den Vereinten Nationen und der Türkei damit „ins Gesicht gespuckt“, erklärte das Außenministerium in Kiew. Ein Sprecher rief die Vereinten Nationen und die Türkei auf, sicherzustellen, dass Russland seine Zusagen für einen sicheren Getreideexport erfüllt. Die UN und Ankara hatten zwischen Kiew und Moskau ein Abkommen vermittelt, das am Freitag in Istanbul unterzeichnet wurde. Es sieht Korridore für die Getreideexporte aus drei ukrainischen Häfen im Raum Odessa mit abgesicherten Transitrouten im Schwarzen Meer vor. Die Kriegsparteien sagten zu, keine Schiffe auf diesen Routen anzugreifen.

Die Regelungen sollten unter anderem die Ausfuhr der geschätzten 20 bis 25 Millionen Tonnen Weizen ermöglichen, die durch den Krieg in ukrainischen Silos feststecken. Russland und die Ukraine gehören zu den weltweit größten Getreideproduzenten. Vor Beginn der russischen Invasion lieferten sie zusammen etwa 30 Prozent des weltweit gehandelten Weizens.

Das Atomkraftwerk Saporischschja in der Stadt Enerhodar (Archivbild)

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