Brisante Recherche
Lindners #PorscheGate: Das Netz reagiert auf die Klüngel-Vorwürfe um den Bundesfinanzminister

Christian Lindner macht sich’s bequem – hier in einem Porsche SC

© Dennis Williamson / VISUM

23.07.2022, 12:45
4 Min. Lesezeit

Bundesfinanzminister Christian Lindner soll enger mit Porsche zusammengearbeitet haben, als es sich gebührt. So der Vorwurf, der derzeit im Raum steht. Was ist passiert? Eine kleine Chronologie.

Der Vorwurf hat es in sich. Deutschlands Bundesfinanzminister Christian Lindner soll überaus enge Kontakte zur Automobilbranche gepflegt haben. Das zumindest soll Porsche-Chef Oliver Blume bei einer internen Sitzung behauptet haben. „Fast stündlich“ habe Lindner ihn über die Koalitionsverhandlungen auf dem Laufenden gehalten. Öffentlich wurde die brisante Aussage durch die ZDF-Satiresendung „Die Anstalt“. 

„Wir haben sehr großen Anteil daran, dass die E-Fuels in den Koalitionsvertrag eingeflossen sind. Da sind wir ein Haupttreiber gewesen, mit ganz engem Kontakt mit den Koalitionsparteien“, sollen die Worte Blumes gewesen sein. Für viele riecht das nach Einflussnahme. Wie viel haben die Autobauer bei politischen Entscheidungen mitgeredet? Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten: der Hashtag #PorscheGate trendet. 

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Der Bundesfinanzminister selbst fackelte nicht lange, dementierte brüsk. Lindner habe entsprechend seiner Position zu E-Fuels gehandelt, ließ sein Team via Twitter verlautbaren. Kontakt zu Blume oder gar Einflussnahme irgendeiner Art habe es ne gegeben.

Die Volkswagen-Gruppe scheint den ganzen Rummel eher gelassen zu nehmen und versuchte es gar nicht erst mit Erklärungen auf…