Natur
Klimaerwärmung ist größte Bedrohung für Korallenriffe

Auf diesem von der Great Barrier Reef Marine Park Authority zur Verfügung gestellten Foto schwimmen kleine Fische in den Gewässern des Ribbon Reef 10. Foto: J. Sumerling/Great Barrier Reef Marine Park Authority/AP/dpa

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Nur noch 20 Prozent der Korallenriffe sind in einem guten Zustand. Wie können die Ökosysteme besser geschützt werden? Im Gespräch sind auch innovative Ansätze mit sogenannten Superkorallen.

Zum Start der 15. Weltkorallenriff-Konferenz in Bremen hat Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) vor einem Verlust der besonderen Ökosysteme gewarnt. Bei der Eröffnung sagte die Ministerin, sie erwarte aus der Wissenschaft klare Forderungen an die Politik, damit diese verbindliche Beschlüsse zu Schutzmaßnahmen fassen könne.

Innovative Lösungsansätze

Bis Freitag tauschen sich auf Einladung der Universität Bremen rund 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 80 Ländern über die weltweit bedrohten Korallenriffe aus. Dabei geht es auch um innovative Lösungsansätze, wie diese stabilisiert und geschützt werden können. Nach Angaben der Universität Bremen sind 80 Prozent aller Korallenriffe stark geschädigt oder massiv bedroht. Zur Eröffnung der erstmals in Europa abgehaltenen Konferenz kam auch Fürst Albert II. von Monaco, dessen Stiftung sich für Umweltschutz einsetzt.

«Korallenriffe sind von der Klimakrise besonders betroffen», sagte Ministerin Lemke. Sollte sich die Erde um zwei Grad erwärmen, würden die Riffe gänzlich verloren gehen. Deshalb seien vor allem die Industriestaaten gefordert, den Klimaschutz voranzutreiben. Zusätzlich müsse aber auch in den Weltmeeren die Übernutzung, die Überfischung und die Verschmutzung reduziert werden.

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