Unglück in den Dolomiten
Tödlicher Gletscherabbruch am Marmolata – welche Rolle spielt der Klimawandel?

Die Abbruchkante am Marmolata-Gletscher in den Dolomiten. Von hier aus bahnten sich die Eis- und Felsmassen ihren tödlichen Weg ins Tal

© Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico / DPA

04.07.2022, 17:35
3 Min. Lesezeit

Am Tag nach dem folgenschweren Gletscherabbruch in den Dolomiten geht die Suche nach den Vermissten weiter. Inzwischen steht fest: Auch Deutsche sind wohl unter den verletzten Opfern. Experten gehen der Ursache auf den Grund.

Bei dem Gletschersturz in den norditalienischen Dolomiten dürften auch zwei Deutsche unter den betroffenen Bergsteigern sein. Davon geht das Auswärtige Amt aus, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin sagte. Ersten Informationen zufolge seien die beiden verletzt. Der Honorarkonsul in Bozen und die deutsche Botschaft in Rom stünden im ständigen Austausch mit den italienischen Behörden, hieß es weiter.

Die Gesundheitsbehörde in Belluno, südöstlich des Unglücksortes, teilte inzwischen mit, dass zwei am Berg gerettete Deutsche in einer Klinik in Behandlung lägen. Dabei handle es sich um einen 67 Jahre alten Mann und eine 58 Jahre alte Frau. Beide würden eng überwacht. Geholfen habe, dass das Klinikpersonal Deutsch sprach und Kontakt zur Familie herstellen konnte.

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Unterdessen gingen am Montag die Such- und Rettungsarbeiten am mehr als 3340 Meter hohen Berg Marmolata — dem höchsten in den Dolomiten auf der Grenze der Regionen Trentino-Südtirol und Venetien — weiter. Hubschrauber und Drohnen suchten das Gebiet ab, in dem am Sonntag eine Lawine aus Schnee, Eis und Geröll mehrere Bergsteiger mitriss. Wie die Polizei in Trient…