Odessa, die Perle am Schwarzen Meer, genießt den Status als eine der wichtigsten Kulturmetropolen der Ukraine. Berühmt sind das 1809 eröffnete Opernhaus der Stadt, gebaut von einem französischen Architekten, die Philharmonie und die Musikschulen, an denen Künstler von Weltrang wie Swjatoslaw Richter, David Oistrach oder Natan Milstein studiert haben. Kein Wunder, dass Odessa ein Magnet für die internationale Musiker-Community ist.

Auch in diesem Sommer wären zahlreiche Künstler aus der ganzen Welt nach Odessa gepilgert, unter anderem zum beliebten Sommerfestival „Odessa Classics“. Aber am 24. Februar, dem Tag, an dem russische Truppen die Ukraine überfielen, veränderte sich die Welt. Auch für den Starviolinisten Daniel Hope.

„Hope for Peace“

„Seit vielen Jahren spiele ich bei dem wunderbaren Musikfestival ‚Odessa Classics‘‘, einem Ort, der die Verbindung von Europa und Asien symbolisiert“, sagt Hope. Sehr gern wäre er auch im diesem Jahr in der Stadt aufgetreten, in der auch sein Mentor, der berühmte Geigenlehrer Zakhar Bron, ausgebildet wurde.

Das waren Zeiten: Daniel Hope und Alexey Botvinov beim Festival 2019 in Odessa

Daher war es Daniel Hope eine Herzensangelegenheit, „Odessa Classics“ in  diesen schweren Zeiten zu unterstützen. Als Präsident des Beethoven-Hauses in Bonn hat er das  Projekt „Hope for Peace“ mitinitiiert – eine Reihe aus sieben Benefizkonzerten, die vom 5. Juli bis 23. August 2022 im Beethoven-Haus Bonn stattfinden. Mit von der Partie sind Künstlerinnen und Künstler, die bereits in Odessa aufgetreten sind oder es in diesem Sommer getan hätten: darunter international renommierte Musikerpersönlichkeiten wie der Opernsänger Thomas Hampson oder die Geiger Pinchas Zukerman und Michael Barenboim sowie namhafte, aber auch noch unbekannte junge ukrainische Künstler. Auch Daniel Hope selbst wird auf der Bühne stehen.

Konzipiert hat die Konzertreihe der Gründer und künstlerische Leiter des Festivals „Odessa Classics“ ­- der…