Erpressungs-Trojaner
Uni zahlte 200.000 Euro Lösegeld an Hacker-Gruppe – und bekommt nun mehr als das Doppelte zurück

Die Erpressung durch Cyber-Kriminelle mittels Trojaner hat der Uni Maastricht einen unerwarteten Geldsegen eingebracht (Symbolbild)

© FangXiaNuo / Getty Images

02.07.2022, 15:34
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Als ein Erpressungs-Trojaner die Universität Maastricht lahmlegte, sah man keine andere Möglichkeit, als das verlangte Lösegeld zu zahlen. Nun erweist sich das als überraschendes Investment.

Erpressungs-Trojaner haben sich zu einer der größten Gefahren der digitalen Welt entwickelt. Wurden zunächst nur Privatanwender um einige Hundert Euro gebracht, legen Hacker-Gruppen mittlerweile gezielt Firmen, Behörden und selbst Krankenhäuser lahm – und verlangen Millionen-Ablösen. Ein Angriff auf die Universität Maastricht hat nun eine ungewohnte Wendung: Die Uni verdiente kräftig an ihrer Lösegeld-Zahlung.

Das berichtet die niederländische Zeitung „De Volkskrant“. Demnach hatte sich die Universität im Jahr 2019 entschieden, nach einer Cyberattacke 200.000 Euro Lösegeld an die Erpresser zu überweisen. Ein Teil der Beute konnte sichergestellt werden und wurde nun zurücküberwiesen. Doch weil der Bitcoin seitdem gehörig an Wert gewonnen hatte, bekommt die Uni nun deutlich mehr als sie bezahlt hat – nämlich 500.000 Euro.

Trojaner-Lösegeld wird zu unerwartetem Investment

Die Universität war 2019 nur einen Tag vor Weihnachten von einer groß angelegten Cyberattacke getroffen worden. Mehrere Hundert Windows-Server hatten die Angreifer gezielt verschlüsselt und damit unbenutzbar gemacht. Auch die Back-up-Systeme lagen lahm. Die Uni stand still. Personal- und Studentendaten waren nicht abrufbar, die Studenten konnten weder Prüfungen ablegen noch hatten sie Zugang zu ihren Daten. Nach einer Woche entschied…