Rasen-Klassiker
Wimbledon: Jule Niemeier erstmals im Achtelfinale

Jule Niemeier hat in Wimbledon das Achtelfinale erreicht. Foto: Alberto Pezzali/AP/dpa

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Bei ihrem Wimbledon-Debüt ist Jule Niemeier nicht zu stoppen. In einem Nerven-Krimi erreicht die deutsche Tennis-Hoffnung das Achtelfinale. Mit Köpfchen sichert sich die Dortmunderin den Erfolg.

Jule Niemeier warf ihren Schläger weg, vergrub das Gesicht in den Händen und fasste sich immer wieder ans Herz. In einem Nerven-Krimi setzte die 22 Jahre alte Dortmunderin ihre Erfolgsserie beim Rasen-Klassiker in Wimbledon fort und erreichte erstmals das Achtelfinale.

Die deutsche Tennis-Hoffnung bezwang die Ukrainerin Lessia Zurenko 6:4, 3:6, 6:3 und bestätigte ihren vorigen Erfolg gegen die Weltranglisten-Dritte Anett Kontaveit aus Estland.

Bisher größter Karriere-Erfolg

In einem Break-Festival nahmen sich beide Spielerinnen insgesamt 21-mal den Aufschlag ab. Nach 2:04 Stunden verwandelte Niemeier durch einen Rückhandfehler ihrer Gegnerin den ersten Matchball. Für den größten Erfolg ihrer Karriere kassiert sie umgerechnet 219.000 Euro. Bei ihrem Wimbledon-Debüt trifft Niemeier nun auf Kaja Juvan aus Slowenien oder die Britin Heather Watson, die in der ersten Runde Tamara Korpatsch bezwungen hatte.

«Ich liebe es, auf Rasen zu spielen. Das passt zu meinem Spiel», hatte Niemeier vor der Partie gesagt. «Ich liebe es, Slice zu spielen, Stopps, ans Netz zu gehen. Wenn ich gut aufschlage, ist es schwer, mich zu breaken.» Bei ihren zwei souveränen Zwei-Satz-Siegen im Turnier hatte Niemeier noch kein Break kassiert – und gab gegen Zurenko direkt zu Beginn das erste von insgesamt zehnmal ihren Aufschlag ab, und das gleich zu null.

«Das Match nach so einem Match ist nicht einfach», hatte ihr Trainer…