Eurosatory 2022
KF51 Panther – Rheinmetall stellt eigenen Kampfpanzer mit 130-mm-Kanone vor

Der KF51 sieht aus, als hätte man einen neuen Turm auf eine modfizierte Leopard-2-Wanne gesetzt.

© Rheinmetall / PR

01.07.2022, 15:30
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Paukenschlag auf der Rüstungsmesse. Rheinmetall stellt einen ausgewachsenen Kampfpanzer vor. Der KF51 Panther ist die erste Antwort des Westens auf Putins T-14 Armata. Und er bedroht das deutsch-französische Projekt eines gemeinsamen Superpanzers.

Auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2022 stellte Rheinmetall überraschend einen ausgewachsenen Kampfpanzer vor. Den KF51. Er soll es mit Putins T-14-Armata aufnehmen. Der KF51 ist die erste westliche Neuentwicklung eines Kampfpanzers seit dem Kalten Krieg. Bei der Namensgebung ist Rheinmetall nicht schüchtern: Der KF51 trägt den Traditionsnamen Panther. Und nimmt damit den Namen des Panzerkampfwagens V (Sd. Kfz. 171) der Deutschen Wehrmacht auf.

Mit dem KF51 bietet Rheinmetall allen Ländern, die ihre Armeen modernisieren wollen, zeitnah eine moderne Alternative an. Es gibt auch eine weniger schöne Seite der Entwicklung. Deutschland und Frankreich entwickeln gemeinsam einen Kampfpanzer. Auch er soll die Antwort auf Russlands T-14 Armata sein. Doch das Main Ground Combat System (MGCS) leidet unter Verzögerungen und Rivalitäten. Unter anderem wurde Rheinmetall von den „Partnern“ de facto bei der Führung des Projektes ausgebootet. Der Panther ist auch darauf eine Antwort. Optisch lehnt er sich an den Schützenpanzer Lynx an. Der Lynx ist wie der Panther eine reine Industrieentwicklung ohne Beteiligung der Bundeswehr-Bürokratie. Der Panther ist schwerer, größer und stärker bewaffnet als der Lynx. Der Kampfpanzer wiegt 59 Tonnen und bleibt damit unter dem Niveau des Leopard 2. Zudem ist er mit einer Kampfwagenkanone im Kaliber 130 MM anstatt 120 MM ausgerüstet.