Verifone unter Druck
Nur Barzahlung war möglich: Handel fordert nach Ausfall Tausender Kartenterminals Konsequenzen

Die Probleme mit Kartenzahlungen in vielen Geschäften dauerten Wochen.

© Sina Schuldt/ / Picture Alliance

01.07.2022, 17:51
2 Min. Lesezeit

Ende Mai fielen viele Zahlungsterminals im Einzelhandel aus, Kunden konnten zeitweise nicht mit Giro- oder Kreditkarten zahlen. Nun fordert der Handel eine Aufarbeitung.

Rund einen Monat nach dem großflächigen Ausfall vieler Zahlungsterminals im deutschen Einzelhandel wird ein genaueres Ausmaß der damaligen Probleme deutlich. Nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 800 Handelsunternehmen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, waren 22 Prozent der befragten Unternehmen von den tagelangen Ausfällen betroffen. Drei Viertel von ihnen klagten über Umsatzausfälle.

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Wegen des Ausfalls der Zahlungsterminals hatten viele Kunden Ende Mai beim Einkauf nicht mehr mit Giro- oder Kreditkarten zahlen können. Betroffen waren unter anderem Filialen von Aldi Nord, Edeka oder der Edeka-Tochter Netto. Hintergrund war eine Störung im weit verbreiteten Verifone-Gerät H5000.

„Die vor wenigen Wochen aufgetretenen Störungen bei vielen Zahlungsterminals hatten eine nie zuvor gesehene Dimension“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das sei für viele der betroffenen Handelsunternehmen mehr als nur ein Ärgernis gewesen. „Hier gingen Umsätze verloren, Kundinnen und Kunden waren zeitweise extrem verunsichert.“

Genth verlangte, die Terminalbetreiber müssten jetzt die Ursachen transparent aufarbeiten und für die Zukunft…