Krankheiten
Mehr als 1000 Fälle von Affenpocken in Deutschland

Das vom Institute of Tropical Medicine Antwerp zur Verfügung gestellte Foto zeigt Hautsymptome von Affenpocken-Patienten. Foto: -/Institute of Tropical Medicine, Antwerp/dpa

© dpa-infocom GmbH

Immer mehr Fälle von Affenpocken werden in Deutschland registriert. Ein Anlass zur Sorge gibt es aber vorerst weiter nicht, bekräftigt das Robert Koch-Institut.

In Deutschland sind inzwischen mehr als 1000 Affenpocken-Fälle erfasst worden. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies in einer Online-Übersicht mit Stand Freitag insgesamt 1054 übermittelte Fälle aus allen Bundesländern aus.

Dem RKI seien bislang weiterhin nur Fälle bei Männern übermittelt worden, es gebe jedoch einige wenige übermittelte Fälle ohne Angabe des Geschlechts, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Die Risiko-Einschätzung des Instituts lautet: «Eine Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland schätzt das RKI nach derzeitigen Erkenntnissen als gering ein.» Fachleute beobachten die Situation genau und ordnen die neue Dimension an Fallzahlen ein.

«Das Erreichen dieser Zahl ist nicht beunruhigend», sagte Timo Ulrichs, Experte für Globale Gesundheit an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin. «Es ist zwar nicht schön und hätte gleich zu Beginn viel besser kontrolliert werden müssen», die Lage sei aber überhaupt nicht mit der Corona-Pandemie vergleichbar. Die ersten Affenpocken-Fälle in Deutschland waren vor etwa sechs Wochen bekannt geworden.

Durch Körperkontakt übertragen

Die eigentlich seltene Virus-Erkrankung, von der weltweit zuletzt mehrere Tausend Fälle nachgewiesen wurden, überträgt sich nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch. Nach WHO-Angaben sind die allermeisten Betroffenen Männer, die…