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Handwerk in Deutschland setzt stärker auf Digitalisierung

Ein KFZ-Mechaniker wartet in einer KFZ-Werkstatt einen elektrisch angetriebenen Jaguar I-Pace Vorführwagen. Foto: Marijan Murat/dpa

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Cloud Computing und Trackingsysteme – das sind längst keine Fremdwörter mehr in Handwerksbetrieben. Auch die Corona-Pandemie hat den Trend zur Digitalisierung weiter beschleunigt.

Das Handwerk in Deutschland nutzt immer stärker digitale Werkzeuge und Arbeitsmethoden.

Zwei Drittel (68 Prozent) aller Handwerksbetriebe in Deutschland nutzen digitale Technologien und Anwendungen. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Befragung unter 503 Handwerksbetrieben in Deutschland hervor, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) durchgeführt und am Freitag in Berlin veröffentlich wurde. Vor zwei Jahren lag der Wert um 15 Prozentpunkte niedriger (53 Prozent).

Am häufigsten setzen die Betriebe auf das Cloud Computing, also die Nutzung von Speicherplatz und Rechenleistung über das Internet. 45 Prozent verwenden die Cloud bereits, weitere 26 Prozent haben den Einsatz geplant. An zweiter Stelle stehen Trackingsysteme, mit denen sich Maschinen und Betriebsmittel nachverfolgen lassen. Jedes siebte Unternehmen (15 Prozent) verwendet solche Trackingsysteme, 20 Prozent haben den Einsatz geplant.

Ein größeres Potenzial ermittelte die Studie auch für das Thema «vorausschauende Wartung». Zwar verwenden bislang nur 14 Prozent solche Anlagen, bei den mit Hilfe von Sensoren und Datenanalyse drohende Ausfälle frühzeitig erkannt werden. 23 Prozent planen aber den Einsatz von Systemen, die selbstständig den Wartungsbedarf erkennen. Die Trendthemen Künstliche Intelligenz und virtuelle beziehungsweise erweiterte Realität (VR/AR) sind dagegen im Handwerk quasi kein Thema. Nur ein Prozent der…