Evaluationsbericht
Bilanz zu Corona-Maßnahmen: Masken laut Expertenrat hilfreiches Instrument – Wirksamkeit von Schulschließungen ungewiss

Eine Frau trägt in einem Mund-Nasenschutz beim Einkaufen. Das Tragen einer Maske kann laut Evaluatioonsbericht eine wirksame Maßnahme sein, eine generelle Empfehlung wird aber nicht ausgesprochen.

© Frank May/ / Picture Alliance

01.07.2022, 12:18
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Mit einem Tag Verzögerung hat die Expertenkommission ihren Evaluationsbericht vorgestellt. Die Bilanz: durchwachsen. Das sagen die Experten zu den Themen Lockdown, Masken und Schulschließungen.

Die Expertenkommission zur Bewertung der bisherigen Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland hat eine gemischte Bilanz gezogen. Die gegenwärtigen und zukünftigen Maßnahmen müssten sich auf den „Übergang zur Endemie“ mit dem Schutz der „vulnerablen Gruppen“ konzentrieren, geht aus dem Bericht des Sachverständigenausschusses hervor, der am Freitag in Berlin vorgelegt wurde. Es müsste also bei einem fortwährenden Auftreten von Corona vor allem Menschen geschützt werden, die am stärksten von Krankheit bedroht sind. Zudem müssten die Maßnahmen auf eine Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitswesens abzielen. Das Gutachten, das am Freitagmittag in Berlin vorgestellt wurde, soll als Grundlage für die Beratungen zur Neufassung des Infektionsschutzgesetzes dienen. Dieses läuft in seiner bisherigen Fassung am 23. September aus.

Die einzelnen Maßnahmen werden in dem Evaluationsbericht unterschiedlich bewertet. So stellen die Expertinnen und Experten zur Wirksamkeit von Lockdowns fest: „Wenn erst wenige Menschen infiziert sind, wirken Lockdown-Maßnahmen deutlich stärker.“ Je länger ein Lockdown dauere und je weniger Menschen bereit seien, die Maßnahme mitzutragen, desto geringer sei der Effekt. Ähnlich wie bei den Lockdown-Maßnahmen sei auch die Kontaktnachverfolgung vor allem…