109. Tour de France
Lampaert überrascht zum Tour-Auftakt – Pogacar setzt Zeichen

Legte beim Tour-Auftakt in Kopenhagen ein starkes Zeitfahren hin: Titelverteidiger Tadej Pogacar. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

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Selbst vom starken Regen im Auftaktzeitfahren der Tour de France lässt sich Tadej Pogacar nicht beeindrucken. Der Slowene gibt seinen Widersachern gleich eine Hypothek für den Rest der Rundfahrt mit.

Angepeitscht von mehreren Hunderttausend Fans raste Tadej Pogacar durch die völlig verregneten Straßenschluchten von Kopenhagen und schockte die Konkurrenz gleich zum Auftakt der Tour de France.

Im anspruchsvollen Einzelzeitfahren distanzierte der 23-Jährige seinen größten Konkurrenten Primoz Roglic um neun Sekunden und war zudem eine weitere Sekunde schneller als der Vorjahreszweite Jonas Vingegaard.

Nur der belgische Überraschungssieger Yves Lampaert und dessen zweitplatzierter Landsmann Wout van Aert waren schneller als Pogacar. «Mein Kopf explodiert. Ich kam mit der Erwartung Top Ten und jetzt habe ich die besten Fahrer der Welt geschlagen. Ich bin doch nur ein Bauernsohn aus Belgien. Ich habe das nicht erwartet», sagte Lampaert überwältigt von seinen Gefühlen und mit Tränen in den Augen. Bester Deutscher war Lennard Kämna auf Platz 19.

Starker Pogacar

«Es war eine starke Leistung. Er hat keine Risiken genommen. Er ist ein guter Fahrer im Regen. Es war ein guter Tag für uns», sagte Pogacars Sportchef Matxin Fernandez. Der Dominator selbst fuhr sich auf der Rolle locker das Laktat aus den Beinen und hatte sein gewohntes Grinsen im Gesicht.

Der deutsche Meister Kämna zeigte eine starke Vorstellung und ärgerte sich im Ziel ein wenig, am Anfang zu vorsichtig angegangen zu sein. «Das hat mich sicherlich ein paar Sekunden gekostet»,…