Kryptowährungen im Fall
Kassensturz bei Kim Jong-un: Wie der Bitcoin-Crash Nordkoreas Nuklearprogramm die Mittel raubt

Nordkoreas Herrscher Kim Jong-un hatte mit seinen Hackern viel Geld eingenommen

© Brendan Smialowski / AFP

30.06.2022, 20:37
3 Min. Lesezeit

Bitcoin und andere Kryptomünzen sind in den letzten Wochen stark eingebrochen. Das ist nicht nur für Privatanleger ein Problem – sondern auch für die Waffenprogramme des nordkoreanischen Regimes. 

Es sind spektakuläre Raubzüge, mit denen sich Nordkoreas Hacker in den letzten Jahren von belächelten Kleinganoven zu einer der größten Cyber-Gefahren der Welt entwickelten.  Das Regime profitierte erheblich davon. Nun aber steht es vor einer großen finanziellen Herausforderung. 

Mit dem Crash des Krypto-Marktes schmolz auch die Beute aus den digitalen Raubzügen erheblich ein, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“ unter Berufung auf Quellen in der Regierung Südkoreas. Für Diktator Kim Jong-un ist das ein echtes Problem: Die Krypto-Einnahmen gelten als wichtigste Finanzierungsquelle für sein Nuklearwaffen-Programm. 

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Die Verluste sind immens. Das auf die Bewegungen in Krypto-Netzwerken spezialisierte Unternehmen Chainalysis überwachte monatelang Münzen, die bei Nordkorea zugeschriebenen Hacks gestohlen, aber bislang nicht durch Spezialdienste gewaschen wurden. Alleine diese Kryptomünzen hatten ursprünglich einen Wert von 170 Millionen US-Dollar. Nach dem Crash sind davon nur noch 65 Millionen geblieben. Die Beute aus einem einzelnen Raubzug soll alleine 80-85 Prozent ihres Wertes verloren haben, statt mehr als 50 Millionen soll sie nun weniger als zehn…