Bei dem Begriff „junge Aktivistin“ denken wir heute an Namen wie Malala Yousafzai und Greta Thunberg.

Die Pakistanerin Yousafzai überlebte 2012 einen Kopfschuss durch die Taliban, sie hatte sich für das Recht von Mädchen auf Bildung eingesetzt. Die Schulstreiks der Schwedin Greta Thunberg gegen den Klimawandel waren 2018 der Beginn der globalen Jugendbewegung „Fridays for Future“. Beide Mädchen waren 15 Jahre alt, als sie anfingen, für ihre Anliegen zu kämpfen.

In den 1980er-Jahren, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges zwischen den USA und der ehemaligen UdSSR, sorgte ein 10-jähriges US-amerikanisches Mädchen ebenfalls für Schlagzeilen.

Ihr Wunsch nach Frieden und der Verhinderung eines Atomkriegs ist auch 40 Jahre späternoch aktuell: Im gegenwärtigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat Russland verschleierte Drohungen in Bezug auf einen möglichen Atomangriffausgesprochen.

Der Name des Mädchens war Samantha Reed Smith.

Junge Friedensaktivistin: Samantha Reed Smith

„Nie wieder Krieg!“

Die am 29. Juni 1972 in Houlton im US-Staat Maine geborene Samantha Smith war erst fünf Jahre alt, als sie einen Brief an Königin Elizabeth II. schrieb, in der sie ihre Bewunderung für die Queen zum Ausdruck brachte.

Als Samantha zehn Jahre alt war, dominierten der Kalte Krieg und das nukleare Wettrüsten zwischen ihrem Land unter Präsident Ronald Reagan und Russland.

„Im Fernsehen lief immer etwas über Raketen und Atombomben“, schrieb sie damals, zu lesen auf der Webseite smanthasmith.info. Sie habe einen Wissenschaftler im Fernsehen gesehen, der sagte, „dass ein Atomkrieg die Erde zerstören und die Atmosphäre vernichten würde. Niemand würde einen Atomkrieg gewinnen.“

Leonid Breschnews Nachfolger im Kreml: Juri Andropow

Dann zeigte ihre Mutter ihr eine Ausgabe des Time Magazine vom 22. November 1982, in der der neue Sowjetführer Juri Andropow vorgestellt wurde. In der Titelgeschichte wurde deutlich, dass sowohl die Sowjets als auch die USA befürchteten,…