24.06.2022, 11:29
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Rückzug der ukrainischen Truppen aus Sjewjerodonezk angeordnet +++ Ukrainische Politikerin warnt Flüchtlinge vor übereilter Rückkehr +++ USA sagen weitere Waffenlieferungen von 450 Millionen Dollar zu +++ Die Nachrichten zu Russlands Krieg in der Ukraine im stern-Ticker.

Tag 121 des Ukraine-Krieges: Die Ukraine kann sich als frischgebackener EU-Beitrittskandidat Hoffnungen auf eine Zukunft im gemeinsamen Europa machen. Zugleich aber wird die militärische Lage im östlichen Gebiet Luhansk für die ukrainische Armee immer brenzliger. Russische Truppen kämpfen sich vor und versuchen, die strategisch wichtige Stadt Lyssytschansk einzukesseln. Aus den USA kommen zusätzliche wichtige Waffen wie Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesysteme und Patrouillenboote.

Die wichtigsten Entwicklungen im stern-Ticker.

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10.53 Uhr: Baerbock – Russland nutzt Hunger als Waffe und „nimmt die ganze Welt als Geisel“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat Russland vorgeworfen, den Hunger in der Welt „ganz bewusst als Kriegswaffe“ einzusetzen. Russland „nimmt die ganze Welt als Geisel“, sagte Baerbock vor Beginn einer internationalen Ernährungskonferenz in Berlin. 345 Millionen Menschen weltweit seien derzeit von Nahrungsmittelknappheit bedroht, die Hungerkrise baue sich „wie eine lebensbedrohliche Welle vor uns auf“. Aber erst Russlands Krieg habe „aus dieser Welle einen Tsunami gemacht“.

Baerbock kritisierte, Russland versuche die Schuld an den explodierenden Nahrungsmittelpreisen „anderen in die Schuhe zu schieben“, doch das seien „Fake News“. Russland blockiere Häfen und beschieße Getreidespeicher; es gebe auch keine Sanktionen gegen russische Getreideexporte. Bei der Konferenz in Berlin gehe es darum, Solidarität mit der Ukraine und mit den Menschen im globalen Süden zu zeigen, die…