Presseschau

Notfallplan Gas
„Die letzte Warnung, bevor es zur Triage kommt“: So kommentiert die Presse den Gasalarm in Deutschland

Ein Not-Aus-Knopf in der Anlage des Gasspeichers Wolfersberg, östlich von München. Der Notfallplan Gas hat drei Eskalationsstufen: Die erste ist die Frühwarnstufe, es folgt die jetzt ausgerufene Alarmstufe und die dritte ist die Notfallstufe.

© Peter Kneffel / DPA

24.06.2022, 11:05
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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat wegen der Kürzung der russischen Gaslieferungen die zweite Krisenstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. So kommentiert die Presse den Gasalarm.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Donnerstag die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Gas ist „von nun an ein knappes Gut in Deutschland“, verkündete Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in Berlin. Aktuell sei die Versorgungssicherheit zwar gewährleistet, dennoch liege wegen der gedrosselten russischen Lieferungen eine Störung der Gasversorgung vor, die zu einer „erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage führt“. Die Versäumnisse der letzten Dekade, hätten Deutschland jetzt in diese Bedrängnisse geführt, sagte Habeck. Man stünde anders da, wenn man in den vergangenen Jahren bei der Energieeffizienz und beim Ausbau der erneuerbaren Energien wirklich vorangekommen wäre.

Die Bundesregierung hatte den Notfallplan nach Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine im März aktiviert und die Frühwarnstufe ausgerufen. Seitdem beobachtet ein Krisenteam die Lage. Die jetzt ausgerufene Alarmstufe bedeutet unter anderem einen dringenden Appell zum Gassparen und eine noch engere Beobachtung des Marktes.

„Frankfurter Rundschau“: „Die Lage ist also ernst, hoffnungslos aber ist sie nicht. Immerhin hat die Bundesregierung bereits kurz nach Übernahme der Amtsgeschäfte begonnen, die Fehler sämtlicher Vorgängerregierungen zu…