Gesundheitswesen
Personalmangel verschärft sich laut Prognose besonders in der Pflege

Eine Krankenpflegerin reicht einem Patienten ein Glas Wasser. Foto: Daniel Karmann/dpa

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24.06.2022, 11:36
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Vor allem in der Pflege wird sich der Personalmangel verschärfen, der das gesamte Gesundheitswesen betrifft. Eine Studie rechnet vor, dass künftig Millionen von Fachkräften fehlen.

Der Personalmangel im deutschen Gesundheitswesen wird sich nach einer Analyse der Unternehmensberatung PwC in den nächsten Jahren drastisch verschärfen.

Bis 2035 könnten fast 1,8 Millionen Fachkräfte fehlen, heißt es in dem am Freitag veröffentlichten Papier. Besonders betroffen sind demnach Kranken- und Altenpflege; in beiden Bereichen könnte mehr als ein Drittel des eigentlich benötigten Personals fehlen. Doch auch an Ärzt:innen wird es laut PwC in großer Zahl mangeln, sofern sich die Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen nicht verbesserten.

Schlechtes Image der Pflege-Berufe problematisch

Die Studie trägt den Untertitel: „Wenn die Pflege selbst zum Pflegefall wird.“ Sollte die Prognose eintreffen, würde sich der schon jetzt bestehende Personalmangel im Gesundheitswesen innerhalb von wenig mehr als einem Jahrzehnt vervielfachen. „In Teilbereichen des deutschen Gesundheitswesens, etwa der Pflege, der Geburtshilfe und dem Rettungsdienst sind auch früher schon Engpässe zu erwarten“, schreiben die Autor:innen. Die derzeitige Quote nicht besetzter Stellen im Gesundheitswesen wird von PwC auf 6,8 Prozent beziffert.

Zu den Ursachen zählt laut Studie vor allem in der Pflege ein schlechtes Image des Berufs. Hinzu kämen der demografische Wandel und eine hohe Unzufriedenheit mit dem Job – nicht nur in der Pflege, sondern auch unter Mediziner:innen. Folge ist demnach ein Trend zur Abwanderung in weniger…