Ernährung
Deutschland ruft zu Kampf gegen Hungerkrise auf

Außenministerin Annalena Baerbock (l-r), Entwicklungsministerin Svenja Schulze und Agrarminister Cem Özdemir in Berlin. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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Der russische Angriffskrieg in der Ukraine schlägt auch auf die globalen Agrarmärkte durch – wichtige Getreidelieferungen fehlen in Teilen der Welt. Die Bundesregierung dringt auf internationale Unterstützung.

Kurz vor dem G7-Gipfel in Elmau ruft Deutschland zum dringenden Kampf für die weltweite Ernährungssicherung auf. «Es ist eine Hungerkrise, die sich wie eine lebensbedrohliche Welle vor uns auftürmt», sagte Außenministerin Annalena Baerbock anlässlich einer internationalen Konferenz der Bundesregierung in Berlin.

Angesichts des Klimawandels und der Folgen der Corona-Pandemie seien rund 345 Millionen Menschen von Nahrungsmittelknappheit bedroht. «Aber erst Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat aus einer Welle einen Tsunami gemacht», sagte die Grünen-Politikerin.

Wegen ausfallender Getreideexporte der Ukraine infolge des russischen Krieges gegen das Land wird in einigen Staaten, etwa in Afrika und Asien, mit einer knappen Versorgung gerechnet. Geringere Mengen haben die Preise auf den Weltmärkten hochgetrieben. International gibt es Bemühungen, angesichts russischer Blockaden der Seehäfen im Schwarzen Meer alternative Transportwege für Exporte der Ukraine zu schaffen. Kanzler Olaf Scholz (SPD) hatte deutlich gemacht, dass vom G7-Gipfel in Elmau von diesem Sonntag an die Botschaft ausgehen solle, dass die Demokratien der Welt im Kampf gegen den Hunger zusammenstehen.

Özdemir will dauerhafte Alternativrouten für Getreide

Agrarminister Cem Özdemir (Grüne) sprach sich dafür aus, neben dem akuten Bemühen um Ausweichwege etwa über die Schiene und die Donau dauerhafte Alternativrouten…