Verkehr
Deutsche Bahn: Chefkontrolleur geht, neue Vorstände kommen

Berthold Huber wechselt auf das Infrastrukturressort. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

© dpa-infocom GmbH

Neue Gesichter im Bahn-Vorstand und ein überraschender Rücktritt – die Aufsichtsratssitzung beim Konzern war am Donnerstag ereignisreich.

Unruhige Tage bei der Deutschen Bahn: Erst stimmt der Aufsichtsrat des Konzerns am Donnerstag dem Umbau des Vorstands zu, dann verkündet Chefkontrolleur Michael Odenwald überraschend seinen Abschied.

«Nach zehnjähriger Arbeit im Aufsichtsrat ist es Zeit für einen Wechsel», teilte er mit. Ende Juli will er gehen. Sein Vertrag läuft eigentlich noch bis März 2025. Zuvor hatten die Kontrolleure auf ihrer Sitzung Neubesetzungen in der Bahn-Chefetage beschlossen.

Nach den Beschlüssen des Gremiums wird der bisherige Personenverkehrsvorstand Berthold Huber ab dem 1. Juli auf das Infrastrukturressort wechseln, wie die Bahn mitteilte. Für seinen frei werdenden Posten rücken gleich zwei neue Mitglieder in den Vorstand nach: Hubers bisheriger Bereich Personenverkehr wird aufgeteilt in ein Regional- und ein Fernverkehrsressort.

Drei Frauen im achtköpfigen Führungsgremium

Um das Regionale kümmert sich künftig die bisherige Finanzchefin der Bahn-Tochter DB Fernverkehr, Evelyn Palla. Sie ist damit die dritte Frau im dann achtköpfigen Führungsgremium. Der bisherige DB-Fernverkehrschef Michael Peterson soll sich im Vorstand dann um den Fernverkehr kümmern.

«Das Team DB steht – jünger und weiblicher als je zuvor», teilte Bahnchef Richard Lutz am Nachmittag mit. «Ich freue mich sehr, dass der Vorstand sofort an die Arbeit gehen kann.» Über den angekündigten Abgang Odenwalds äußerte er sich bedauernd. «Er hat sich in all den Jahren um die Deutsche Bahn verdient gemacht. Dafür…