Unbekannte Flugobjekte
75 Jahre Ufo: So kam es zu den fliegenden Untertassen

Vier in Formation fliegende „Objekte“ über der Stadt Salem im US-Bundesstaat Massachusetts sind von einem Kameramann der US-Küstenwache am 16. Juli 1952 um 09:35 Uhr beobachtet worden. Das Bildmaterial wurde der amerikanischen Abwehr zur Überprüfung übermittelt, bevor es zur Veröffentlichung freigegeben wurde. Foto: UPI/dpa

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Wer an ein Ufo mit außerirdischen Besuchern denkt, hat oft eine fliegende Untertasse vor dem geistigen Auge. Das geht auf den Sommer 1947 zurück.

Es begann mit einem Missverständnis: Wenn heute in Science-Fiction-Filmen Objekte als fliegende Untertassen bezeichnet werden, hat das mit einem Vorfall vor 75 Jahren zu tun.

Am 24. Juni 1947 war der US-Geschäftsmann und Hobbyflieger Kenneth Arnold am Himmel des US-Bundesstaats Washington unterwegs. Später berichtete er von Lichterscheinungen über dem Mount Rainier. Diese vermeintliche Sichtung von Ufos (unbekannte Flugobjekte) sollte dem Phänomen zu weltweiter Aufmerksamkeit verhelfen.

Neun in der Sonne glitzernde Objekte seien in Staffelformation wie «über Wasser springende Untertassen» an ihm vorbeigerast, sagte Arnold später. In den Berichten über seine Sichtung wurde diese Beschreibung jedoch so verstanden, als ob die Objekte wie Untertassen geformt gewesen wären. Der Begriff «fliegende Untertasse» als Synonym für das Ufo war geboren.

Arnold bestand später darauf, die gesehenen Objekte stets als «Disk» (Scheibe) beschrieben zu haben. In einem Radiointerview vom 7. April 1950 legte er noch mal sein Dilemma dar: «Die meisten Zeitungen haben das missverstanden und falsch zitiert. Sie schrieben, ich hätte gesagt, sie wären untertassenähnlich. Aber ich sagte, sie flogen in der Art wie Untertassen.»

«Mit der Sichtung von Kenneth…