Das Wichtigste in Kürze:

Putin intensiviert Verbindungen zu BRICS-Staaten G7-Gipfel: USA wollen Druck auf Russland verstärken EU entscheidet über Beitrittskandidatur der Ukraine Melnyk möchte sich bei Scholz persönlich entschuldigen

 

Der russische Staatschef Wladimir Putin setzt angesichts der westlichen Sanktionen gegen sein Land auf engere Beziehungen zu den sogenannten BRICS-Staaten, zu denen neben Russland auch Brasilien, Indien, China und Südafrika zählen. „Geschäftsleute unserer Länder sind gezwungen, ihr Geschäft unter schwierigen Bedingungen zu entwickeln, da westliche Partner die Grundprinzipien der Marktwirtschaft, des Freihandels sowie die Unverletzlichkeit des Privateigentums vernachlässigen“, erklärte Putin anlässlich des virtuellen BRICS-Wirtschaftsgipfels, der an diesem Donnerstag beginnt.

Der Kremlchef kritisierte „die dauerhafte Umsetzung neuer politisch motivierter Sanktionen“. Diese widersprächen „dem gesunden Menschenverstand und der elementaren wirtschaftlichen Logik“. Russland lenke deshalb seine Wirtschaftskontakte und Handelsströme „aktiv auf zuverlässige internationale Partner um, zuvorderst die BRICS-Staaten“, führte Putin weiter aus. So nehme das Volumen der Lieferungen von russischem Öl nach China und Indien merklich zu. Zudem gab Putin an, dass Russland mit seinen BRICS-Partnern „alternative internationale Transfermechanismen“ und eine „internationale Reservewährung“ entwickle, um die Abhängigkeit von Dollar und Euro zu verringern.

USA kündigen „konkrete Vorschläge“ für G7 an

Die Vereinigten Staaten wollen beim G7-Gipfel in Deutschland den Druck auf Russland erhöhen. Man werde bei dem am Sonntag beginnenden Treffen der führenden Industrienationen „eine Reihe konkreter Vorschläge“ dazu unterbreiten, teilte ein hochrangiger US-Regierungsmitarbeiter mit. Damit solle auch die gemeinsame Unterstützung der Ukraine demonstriert werden. Die G7 würden zudem „die Vision einer Welt vorantreiben, die auf Freiheit und Offenheit…