Pandemie
Grünen-Experte fordert «weiter flächendeckende Testangebote»

Ein Passant geht an einem Corona-Testzentrum im Schweriner Stadtzentrum vorbei. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

© dpa-infocom GmbH

Die Politik streitet über die Gratis-Schnelltest in der Corona-Krise. Der Gesundheitsminister will sie einschränken. Es ist nicht das einzige Thema mit Blick auf Corona, das für Diskussionen sorgt.

Die Frage, wie es mit den bislang breit verfügbaren kostenlosen Corona-Schnelltests weitergehen soll, spaltet auch die Ampelkoalition. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will sie einschränken.

Die Grünen im Bundestag werben mit Blick auf den Herbst für weiterhin flächendeckend verfügbare Testangebote. «Die kostenlosen Bürgertests sind ein wirksames Instrument, um den erforderlichen Überblick über das Infektionsgeschehen zu behalten», sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Bundestag, Janosch Dahmen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die vom Bund finanzierten Bürgertests gibt es vorerst bis Ende Juni. Nach der bis dahin geltenden Regeln haben alle ohne Anlass oder Symptome Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche an Teststellen durch geschultes Personal und mit einer Bescheinigung.

Vorschlag: Test nur noch bei Symptomen

Lauterbach hatte am Mittwoch vor der Gesundheitsministerkonferenz in Magdeburg gesagt, in der Vergangenheit seien Tests abgerechnet worden, die nicht durchgeführt wurden, und es seien Tests durchgeführt worden, die nicht notwendig gewesen seien. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen nur noch Menschen mit Symptomen für Gratis-Tests infrage kommen, dazu andere ausgewählte Gruppen wie Kleinkinder und Schwangere.

Der Fraktionschef der Liberalen, Christian Dürr, sagte der «Welt»: …