Pandemie
Gesundheitsminister beraten Maßnahmen für Corona-Herbstwelle

Ein Passant geht an einem Corona-Testzentrum im Schweriner Stadtzentrum vorbei. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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Corona-Schnelltests gratis für alle – das soll in Deutschland schon bald vorbei sein. Was aber planen Bund und Länder für Schutzmaßnahmen in der Pandemie?

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen Vorbereitungen für eine wieder kritischere Corona-Lage im Herbst und Winter treffen.

Es müsse mit einer schweren Welle gerechnet werden, sagte Bundesminister Karl Lauterbach (SPD) am Donnerstag in Magdeburg nach einer zweitägigen Konferenz. Auf einem Sondertreffen der Ressortchefs Anfang Juli soll konkret über Schutzmaßnahmen im Herbst beraten werden. Wie es nach dem 30. Juni mit den kostenlosen Bürgertests weitergeht, ist aktuell noch unklar. Auch die weitere Finanzierung der Tests ist offen. Die Länder sehen hier den Bund in der Pflicht. Ein Überblick, was die Gesundheitsministerkonferenz ergeben hat:

Einschränkung der Bürgertests: In der umstrittenen Frage des weiteren Angebots kostenloser Bürgertests haben die Gesundheitsminister noch kein fertiges Konzept präsentiert. Dabei gibt es die vom Bund finanzierten Tests vorerst nur noch bis Ende Juni. Lauterbach sagte, es solle ein Paket vorgelegt werden, über das er mit Finanzminister Christian Lindner (FDP) noch verhandle. Er sei sicher, dass man in den nächsten Tagen eine Lösung präsentieren könne.

Bis Ende Juni haben noch alle ohne Anlass oder Symptome Anspruch auf mindestens einen Schnelltest pro Woche an Teststellen durch geschultes Personal. Davon will Lauterbach abrücken. Er betonte zwar, dass er Bürgertests weiterhin für «unbedingt notwendig» halte. Es müsse aber nicht mehr jeder Bürgertest gemacht werden. Für Gratis-Tests sollen nach Lauterbachs Vorstellung…