Löhne
Warnstreik: An Deutschlands Seehäfen droht Stillstand

Hafenarbeiter in Hamburg gehen zu einer Streikversammlung. Foto: Markus Scholz/dpa

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Drei Wochen nach dem ersten Warnstreik in Deutschlands großen Seehäfen legen die Hafenarbeiter nach. Diesmal wollen sie im Kampf für höhere Löhne gleich 24 Stunden die Arbeit niederlegen.

An Deutschlands großen Seehäfen droht am Donnerstag wegen eines Warnstreiks für 24 Stunden Stillstand.

Unzufrieden mit den Ergebnissen der vierten Verhandlungsrunde im Tarifstreit um die Entlohnung der Hafenarbeiter hat die Gewerkschaft Verdi Tausende Beschäftigte aufgefordert, mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niederzulegen. Betroffen seien die Häfen Hamburg, Emden, Bremerhaven, Bremen, Brake und Wilhelmshaven.

Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hält den Warnstreik für unverhältnismäßig und fordert ein Vermittlungsverfahren. In Hamburg soll der Warnstreik von einer Demonstration begleitet werden, die vom ZDS-Sitz zum Gewerkschaftshaus führen soll.

Die coronabedingt ohnehin schon chaotische Abfertigung von Container- und Frachtschiffen droht damit vollends aus dem Tritt zu geraten. Nach Angaben des Kieler Instituts für Weltwirtschaft stecken in der Nordsee inzwischen mehr als zwei Prozent der globalen Frachtkapazität im Stau. Alleine in der Deutschen Bucht warteten 15 große Containerschiffe auf ihre Abfertigung in Hamburg oder Bremerhaven.

Verdi will «tatsächlichen Inflationsausgleich»

Bereits vor der dritten Verhandlungsrunde hatten Hafenarbeiter erstmals seit Jahrzehnten bei einem Warnstreik mehrere Stunden die Abfertigung von Schiffen weitgehend lahmgelegt und die ohnehin massiven Verspätungen an der Kaikante weiter vergrößert.

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 12.000…