Ukrainekrieg
Kampfpanzer T-72 – Putins Sarg aus Stahl

T-72 beim Feuern. 

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23.06.2022, 21:10
3 Min. Lesezeit

Der T-72 wurde als schneller Angriffspanzer für große Gefechte konzipiert. In der Ukraine wurden Hunderte zerstört, das Arbeitspferd der russischen Streitkräfte wurde zur Zielscheibe.

Über den T-14 Armata wurde viel diskutiert, doch Putins Superpanzer ist immer noch nicht im Einsatz. Auch der T-90 wurde in seinen modernisierten Varianten häufig vorgestellt. Doch der Standardpanzer der russischen Streitkräfte ist weit älter, es ist eine modernisierte Variante des T-72.

Ein Panzer, der seit den frühen 1970er-Jahren in großen Zahlen gebaut wurde. Der T-72 ist der meistgebaute Kampfpanzer der Gegenwart.

Besonderheiten des Panzerbaus der UdSSR

Damals hatte er mehrere Besonderheiten. Der T-72 wurde Ende der 1960er entwickelt, um eine Kampfwagenkanone im Kaliber 125 mm aufzunehmen. Der damalige Standradkampfpanzer der Bundeswehr, der Leopard 1, hatte nur das Kaliber 105 mm.

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Eine weitere Besonderheit des sowjetischen Panzerbaus ist die Besatzung von nur drei Mann. Ein Mann weniger verringert den zu schützenden Innenraum. Seit dem T-64 haben die Sowjets einen Automaten eingebaut, um so den Ladeschützen einzusparen. Beim T-72 werden Treibladung und Geschoß in separaten Karussell-Magazinen vorgehalten und vollautomatisch in die Kammer gebracht. Die komplizierte Mechanik soll dabei nie technische Probleme gemacht haben. Ebenfalls typisch für den Panzerbau der UdSSR ist das Gewicht von unter 50 Tonnen und die flache Silhouette. Zum Vergleich: Der Leopard II bringt deutlich über 60 Tonnen auf die Waage. Mit Zusatztanks erzielt der…