Reaktion auf RTL-Dokumentation
Umgang mit Homosexuellen: Bierhoff kritisiert WM-Vergabe an Katar

„Ich glaube, das kann jeder für sich nur selber entscheiden, ob er das für sich als Risiko betrachtet“, sagt Oliver Bierhoff über Reisen von Homosexuellen zur WM nach Katar

© Alexander Hassenstein / Getty Images

23.06.2022, 10:34
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Oliver Bierhoff hat sich von den Recherchen einer RTL-Doku über Homosexuelle im WM-Land Katar betroffen gezeigt und die Vergabe des Turniers in das arabische Land kritisiert. Eine Reiseempfehlung für Schwule zur Weltmeisterschaft will er nicht abgeben.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff ist offenbar zu einer anderen Ansicht über die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft an Katar gelangt. „Wie konnte eine Fifa die Vergabe in dieses Land geben?“, fragte der 54-Jährige in einem Interview von RTL/ntv. Der Fernsehsender RTL hatte in der Reportage „Rote Karte statt Regenbogen – Homosexuelle in Katar“ über den Umgang mit sexuellen Minderheiten im Wüstenemirat berichtet und Bierhoff damit konfrontiert.

 „Auf der einen Seite habe ich am Anfang auch immer gedacht: Wem gehört der Fußball? Gehört er nur Europa, gehört er nur Südamerika – oder gehört er der ganzen Welt?“, sagte Bierhoff. Anfangs also sei ihm der Gedanke, den Fußball weltweit stattfinden zu lassen, noch richtig erschienen. Doch „die Welt hat sich auch verändert“, sagte Bierhoff. „Die Anforderungen, die Ansprüche sind andere, auch der Fans, der Menschen. Insofern muss man das schon berücksichtigen“, fügte er an.

Oliver Bierhoff gibt keine Reiseempfehlung für queere Menschen

Man müsse bei der Vergabe „einfach kritisieren, dass im ersten Punkt nur vielleicht auf Stadien oder andere Punkte geachtet wurde, oder natürlich Kommerz und nicht auf diese Aspekte, wie Menschenrechte oder andere gesellschaftliche Themen“,…