Diplomatie
Brics-Gipfel: China und Russland kritisieren Westen

Auf diesem von der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlichten Foto hält Wladimir Putin (Monitor), Präsident von Russland, bei der Eröffnungszeremonie des BRICS-Wirtschaftsforums in Peking eine Grundsatzrede per Videoschalte. Foto: Yin Gang/Xinhua/AP/dpa

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Brasilien, Indien, China und Südafrika halten nichts von Sanktionen gegen ihren Partner Russland. In anderen Punkten herrscht unter den sogenannten Brics-Ländern jedoch alles andere als Einigkeit.

China und Russland haben den diesjährigen Brics-Gipfel für deutliche Kritik am Westen genutzt.

Die Brics-Länder, zu denen auch Brasilien, Indien und Südafrika gehören, sollten mehr «Verantwortung übernehmen» und sich für «Gleichheit und Gerechtigkeit» in der Welt einsetzen, forderte der chinesische Präsident Xi Jinping in seinen Eröffnungsworten zum virtuellen Gipfel. «Einseitigen Sanktionen» müsse man sich entgegenstellen.

Die fünf sogenannten Brics-Staaten – benannt nach ihren Anfangsbuchstaben – treffen sich seit 2009 einmal pro Jahr. Der diesjährige Gipfel findet wegen der strengen Corona-Maßnahmen in China, das formeller Gastgeber ist, jedoch nur als Videoschalte statt.

Russlands Präsident Wladimir Putin warf dem Westen Egoismus vor. «Nur auf der Basis einer ehrlichen und gegenseitig vorteilhaften Zusammenarbeit können wir Auswege aus der Krise suchen, in die die Weltwirtschaft geraten ist wegen der undurchdachten egoistischen Handlungen einzelner Länder, die mittels finanzieller Mechanismen ihre eigenen Fehler in der Makroökonomie auf die ganze Welt abwälzen», sagte Putin.

Der Kremlchef wies in dem Zusammenhang der Brics-Gruppe eine besondere Rolle zu. Die Organisation müsse vorangehen bei der Schaffung einer «multipolaren Welt», in der…