Ausgangslage:

Vor der schwierigen Titeljagd bei der Europameisterschaft in England machen die deutschen Fußballerinnen den finalen Formcheck. Das Duell mit den Schweizerinnen am Freitag in Erfurt (17.00 Uhr MESZ) ist für das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ein echter Härtetest. Voss-Tecklenburg kennt die Gegnerinnen gut, schließlich war sie bis 2018 mehr als sechs Jahre lang Schweizer Nationaltrainerin. Noch exakt zwei Wochen bleiben ihr und den DFB-Frauen danach bis zum ersten EM-Spiel in England: Am 8. Juli wartet in London Vize-Europameister Dänemark. Nach dem 2:3-Dämpfer in der WM-Qualifikation in Serbien ist daher Rückenwind aus dem Test gegen EM-Teilnehmer Schweiz dringend nötig.

Wieder an Bord nach einer Corona-Infektion während des ersten Teils des EM-Camps in Herzogenaurach ist Kapitänin Alexandra Popp, die allerdings noch nicht völlig fit ist und daher keine 90 Minuten auf dem Platz stehen wird. Die mit 113 DFB-Einsätzen erfahrenste Nationalspielerin im Kader will endlich ihren EM-Fluch hinter sich lassen – 2013 wie 2017 hatte sie das Turnier verletzt verpasst.

Stimmen

Martina Voss-Tecklenburg (Bundestrainerin): 
„Das Spiel hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir werden nicht mehr experimentieren. Wir nehmen uns sehr, sehr viel vor. Vor allen Dingen wollen wir aber auch Freude und Spaß haben und einfach ein richtig gutes Spiel machen“,

„Alexandra Popp hat das gut weggesteckt und ist frisch. Der Stand ist sehr gut. Es gibt keine Probleme und geht in die richtige Richtung. Wir bauen Poppi jetzt auf, sodass es irgendwann hoffentlich auch für 90 Minuten reicht.“

Statistik:

Die Bilanz des DFB-Teams gegen die Eidgenossinnen ist fast makellos: In 17 Aufeinandertreffen gab es 16 Siege für das deutsche Team, eine Begegnung endete Unentschieden. Das letzte Duell gewannen die DFB-Frauen im Mai 2015 mit 3:1 in der Schweiz. Damals war Voss-Tecklenburg noch Trainerin der Eidgenossinnen. Der höchste deutsche Sieg war ein 11:0 in der…