Dax fällt unter 13.000 Punkte

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: picture alliance / dpa

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Der Dax hat am Donnerstag seine Vortagesverluste ausgeweitet und ist unter die Marke von 13.000 Punkten gesackt. Die Stimmung an den Aktienmärkten bleibt nervös.

Im frühen Handel büßte der deutsche Leitindex 1,41 Prozent auf 12.958,57 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit März. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 2,30 Prozent auf 26.618,37 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,24 Prozent auf 3421,56 Punkte.

Der Chef der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, hatte am Mittwoch mit seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats den Anlegern ihre Nervosität nicht nehmen können. Einerseits bezeichnete er die US-Wirtschaft als «sehr stark», und sie könne die Erhöhungen des Leitzinses wegstecken. Andererseits gestand er jedoch auf Nachfrage ein, dass eine Rezession infolge höherer Zinsen «sicherlich eine Möglichkeit» sei. Ein sogenanntes «soft landing», also ein Herauskommen aus der Lage ohne größere Verwerfungen, sei eine Herausforderung.

Mit Blick auf die Einzelwerte am deutschen Markt standen vor allem Umstufungen im Fokus, und die bezogen sich auf Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. So wurden Aroundtown von JPMorgan auf «Underweight» abgestuft, was die Aktie zeitweise mit einem Abschlag von mehr als zehn Prozent an das Ende des MDax katapultierte. Zuletzt gab sie achteinhalb Prozent ab.

Vantage Towers gaben um knapp sechs Prozent nach. Der Optimismus der US-Bank Morgan Stanley zur Aktie der Vodafone-Sendemastentochter ist gewichen. Analyst Emmet Kelly stufte das Papier auf «Equal-weight» ab und senkte das Kursziel von 38 auf 32 Euro. Damit sieht er, gemessen am Xetra-Schlusskurs von Mittwoch bei 27,54 Euro, allerdings immer noch…