Gesundheitsministerkonferenz
Bürgertests nur noch für bestimmte Personengruppen? Lauterbach erntet Kritik für seine Pläne

Im Herbst werden wieder strengere Corona-Maßnahmen gelten

© Peter Kneffel / DPA

23.06.2022, 19:35
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Wegen der Corona-Lage haben die Gesundheitsminister über Vorkehrungen für den Herbst und Winter beraten. Bürgertests soll es nicht mehr für alle geben. Dafür gibt es Kritik.

Im Herbst droht die Corona-Lage in Deutschland wieder kritisch zu werden. Deshalb haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schon jetzt über Vorkehrungen für den Herbst und Winter beraten. Es müsse mit einer schweren Welle gerechnet werden, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Nach den zweitägigen Beratungen in Magdeburg liegt in der umstrittenen Frage des weiteren Angebots kostenloser Bürgertests noch kein fertiges Konzept vor. Lauterbach kündigte jedoch ein Paket an, das noch er noch mit Finanzminister Christian Lindner (FDP) abstimmen wolle.

Lauterbach betonte, dass Bürgertests aus seiner Sicht auch über die bisherige Regelung bis Ende Juni hinaus „unbedingt notwendig“ seien. Deshalb hatte das Gesundheitsministerium zuvor angekündigt, die kostenlosen Tests auch weiterhin zu finanzieren. Zumindest in Teilen: Laut einer Vorgabe des Haushaltsausschusses des Bundestages müssen sich künftig auch die Länder an der Finanzierung beteiligen. Der Minister stellte aber gleichzeitig klar, dass anlasslose Tests eingeschränkt würden.

Im Deutschlandfunk sagte Lauterbach, die Tests sollten künftig auf die Bereiche konzentriert werden, „wo sie den größten Nutzen haben.“ Dies betreffe Menschen, die in Krankenhäuser gehen oder in Pflegeheime, Menschen mit dem Verdacht auf eine Infektion oder schon Krankheitssymptomen, aber auch „diejenigen, die zu großen Veranstaltungen gehen, wo sich viele infizieren können“….