Bildung
Warnung vor «Personalkollaps» im Bildungssystem

Der Nationale Bildungsbericht Bericht wird alle zwei Jahre unter Federführung des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) erstellt. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Klagen über fehlende Lehrkräfte und zu wenig Kita-Personal sind zwar nicht neu. Aber der Personalmangel wird nach Einschätzung von Experten das Bildungssystem langfristig schwer unter Druck setzen.

Trotz zum Teil kräftigen Personalzuwachses in Kitas, Schulen und Hochschulen in den vergangenen zehn Jahren stehen dem deutschen Bildungssystem nach Expertenansicht schwierige Zeiten wegen Fachkräftemangels bevor.

«Die Frage des Personalbedarfs ist eine der drängendsten», sagte der geschäftsführende Direktor des Leibniz-Instituts für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF), Kai Maaz, am Donnerstag in Berlin anlässlich der Vorlage des Nationalen Bildungsberichts. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnte vor einem «Personalkollaps».

Der umfangreiche Report wird alle zwei Jahre unter Federführung des DIPF erstellt. Der Bildungsforscher Maaz stellte ihn im Beisein von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) und der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Karin Prien (CDU) vor.

Personalgewinnung und Personalqualifizierung bleibe in den kommenden Jahren vordringlich für weiterhin hochwertige Bildungsangebote, heißt es im Bericht. «Die Frage ist ja nicht nur, wie kommen wir an zusätzliches Personal? Es ist auch unklar, wo es herkommen soll. Wir werden hier möglicherweise Verteilungskämpfe auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erleben», sagte Maaz. In vielen Bereichen der Wirtschaft oder im Gesundheits- und Pflegebereich werden auch händeringend Fachkräfte gesucht.

Schwerpunkt «Bildungspersonal»