Fortschritt im US-Senat
USA stehen vor Verschärfung des Waffenrechts – Kritiker monieren Minimalkompromiss

Chuck Schumer, Mehrheitsführer der Demokraten im US-Senat: „Auch wenn es nicht alles ist, was wir wollen, wird dieses Gesetz dringend benötigt“

© Nathan Howard / Getty Images / AFP

22.06.2022, 07:51
2 Min. Lesezeit

Schulterschluss gegen Schusswaffengewalt: Demokraten und Republikaner haben sich auf einen Gesetzesentwurf zur Verschärfung des Waffenrechts verständigt. Das Vorhaben geht nicht weit genug, monieren Kritiker.

Knapp einen Monat nach dem Massaker mit 21 Todesopfern an einer Grundschule in Texas hat sich eine überparteiliche Gruppe im US-Senat auf einen Gesetzesentwurf für besseren Schutz vor Schusswaffengewalt geeinigt.

Es handle sich um „das bedeutendste Gesetz gegen Waffengewalt seit fast 30 Jahren“, schrieb der an den Verhandlungen beteiligte demokratische Senator Chris Murphy auf Twitter. „Dieses Gesetz wird Tausende Leben retten.“ Der Mehrheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sprach ebenfalls von einem „Fortschritt“, der „Leben retten“ werde. Er räumte zugleich ein, dass seine Partei sich weitergehende Maßnahmen gewünscht hätte. „Auch wenn es nicht alles ist, was wir wollen, wird dieses Gesetz dringend benötigt.“

Schulmassaker
Uvalde, Texas – ein Ort voller Trauer, Schmerz und Wut

Zurück
Weiter

Worte können hier nicht trösten: Eine Schülerin weint um ihre getöteten Mitschüler:innen, die einem Amokschützen in der Robb Elementary School in Uvalde zum Opfer fielen.

Mehr

Kritiker sprachen von einem Minimalkompromiss, der die laxen Waffengesetze in den USA nur sehr geringfügig verschärfe. Das Reformvorhaben geht deutlich weniger weit als von US-Präsident Joe Biden gefordert. Der Präsident hatte im Wahlkampf unter anderem versprochen, den Verkauf von…