Sehen Sie im Video: Ex-General Harald Kujat schätzt die Lage im Krieg in der Ukraine ein.

Die Lieferungen der deutschen Panzerhaubitzen unterstützen die Ukraine insofern, dass sie die Feuerkraft erhöhen, aber man darf die Wirkung nicht überschätzen. Bislang hat sich auch die Lieferung von schwerer Artillerie der Verbündeten auf den Kriegsverlauf noch nicht so recht ausgewirkt. Entscheidend wird sein, wie die gelieferten Waffen taktisch eingesetzt werden. Die Ukrainer kämpfen eher statisch und setzen sich in den Städten fest und sind dort leichte Ziele für die russische Armee. Daran werden die gelieferten Waffensysteme nichts ändern.

Deutschland muss sich die Kritik an den langsamen Waffenlieferungen nicht gefallen lassen. Es werden Waffensysteme geliefert und vor allem Ausrüstungsgegenstände, die sehr wichtig sind. „Wir gehören mit zu den Staaten, die sich am engagiertesten zeigen in der Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf.“ Was auch eine Gefahr ist bei den Waffenlieferungen, muss man davon ausgehen, dass sie entweder schnell zerstört werden oder in die Hände Russlands fallen. Deswegen sollten es Waffensysteme sein, aus denen die Russen kein technologisches Wissen ziehen kann. Das ist ganz wichtig!
„Es ist offensichtlich, dass Russland versucht den Donbass, die Krim und zum Beispiel Cherson zu konsolidieren. (…) Sie gehen langsam und systematisch vor und versuchen, die ukrainischen Streitkräfte einzukesseln oder sich aus dem Kessel – soweit es geht- zurückzuziehen.“
Gleichzeitig versuchen sie die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte abzuschneiden und dieses Gebiet unter ihre Kontrolle zu bringen. Man sieht schwere Gefechte in den Städten und eine massive Zerstörung.
Es könnte bedeuten, dass wenn Russland sein militärisches Ziel (die Verbindung zwischen Krim und Russland zu sichern) erreicht hat, dass es zu einem Waffenstillstand oder Friedensverhandlungen kommt. Heißt aber nicht, dass Russland gewonnen hat. Es wäre aber zumindest der…