Schwimm-WM
Nach Silber-Auftakt: Wellbrock bereit für Titelverteidigung

Die Silber-Medaille über 800 Meter Freistil könnte ein zusätzlicher Motivationsschub für Florian Wellbrock sein. Foto: Petr David Josek/AP/dpa

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Die erste 800-Meter-Medaille bei einer Langbahn-WM hat Florian Wellbrock in der Tasche und damit einen wunden Punkt beseitigt. In Budapest läuft nun alles auf den Showdown über 1500 Meter hinaus.

Florian Wellbrock hat seinen Frieden mit der 800-Meter-Freistil-Strecke gemacht, nun kommen seine Paradedisziplinen. Der Magdeburger wirkte nach seiner Silbermedaille bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest gelöst und locker, vor allem aber angriffslustig.

«Die 1500 Meter sind ja mein bestes Steckenpferd», meinte der 24-Jährige vielsagend in Richtung Freitag, wenn der Vorlauf ansteht, vor allem aber auch in Sachen Finale am Samstag. Und nicht zu vergessen: Ab Sonntag geht es ins Freiwasser.

Medaille als «Brustlöser» für Wellbrock

Die Tatsache, dass auf seiner Sorgen-Distanz 800 Meter nun das erste Edelmetall zu Buche steht, könnte für den Freiwasser-Olympiasieger ein zusätzlicher Motivationsschub werden. «Jetzt kommt die Regeneration, dann geht es los», sagte Wellbrock mit sichtlicher Vorfreude. Und Trainer Bernd Berkhahn meinte: «Ich denke schon, dass die Medaille ein Brustlöser ist. Das gibt sehr viel Sicherheit in die eigene Form.» Überhaupt merkt man dem Magdeburger derzeit die Lust auf das Schwimmen förmlich an. Selbst im Training musste ihn Berkhahn in Budapest schon etwas bremsen.

Alles läuft auf einen Vier-, wenn es nach Wellbrock geht auch Fünfkampf um die Medaillen auf der längsten Beckendistanz hinaus. 800-Meter-Weltmeister Bobby Finke aus den USA, der Italiener Gregorio Paltrinieri, Kumpel und Trainingspartner Mychajlo Romantschuk aus der Ukraine und Wellbrock als…