Pandemie
Kostenlose Corona-Bürgertests sollen beschränkt werden

In ganz Deutschland wurden an die kommerziellen Betreiber der Teststationen schon 10,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

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Eine Testbude an jeder Ecke, Gratis-Schnelltests für alle, Milliarden-Kosten für den Staat – damit soll bald Schluss sein. Findet Karl Lauterbach damit Zustimmung auch im Kreis seiner Länder-Kollegen?

Der Zugang zu den kostenlosen Corona-Bürgertests soll nach dem Willen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach schon bald deutlich eingeschränkt werden. Nur noch Patienten mit Symptomen sollen dafür infrage kommen, dazu andere ausgewählte Gruppen wie Kleinkinder und Schwangere.

Dies geht aus der «Corona-Herbststrategie» des Ministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet. Gratis-Schnelltests für alle Bürger sind bisher nur bis Ende Juni fix.

Lauterbach (SPD) sagte in der Nacht zum Mittwoch in der ARD-Sendung «Maischberger» zu den Bürgertests, er hätte diese «gerne eingeschränkter und besser kontrolliert». Den Ländern hielt er vor, diese wollten die Gratis-Tests zwar weiter haben, sich aber nicht an den Kosten beteiligen.

Kostenlos soll das Testen künftig laut Gesundheitsministerium unter anderem für folgende Fälle und Gruppen bleiben:

– Präventive Tests in Pflegeheimen und Krankenhäusern

– eine sich ausbreitende Infektionslage in «Hotspots»

– Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

– Personen mit erhöhten Kontakten, etwa vor Großveranstaltungen

Viel Missbrauch bei Abrechnung in Teststationen

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