Pandemie
Bund und Länder ringen um Angebot von Corona-Bürgertests

In ganz Deutschland wurden an die kommerziellen Betreiber der Teststationen schon 10,5 Milliarden Euro ausgezahlt. Foto: Bernd Wüstneck/dpa

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In der Corona-Krise sind Gratis-Schnelltests für viele ein einfaches Mittel für mehr Sicherheit. Doch für den Staat ist das eine teure Sache. Wie geht es damit weiter?

Bund und Länder ringen um das weitere Angebot kostenloser Corona-Schnelltests im Sommer und Herbst. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) peilt an, die vorerst bis Ende Juni vom Bund finanzierten Bürgertests stärker einzuschränken.

Aus den Ländern und von Sozialverbänden kamen zu einer Gesundheitsministerkonferenz mit Lauterbach am Mittwoch Rufe nach Gratis-Tests weiterhin an vielen Orten. Bei den Vorbereitungen auf eine mögliche neue Ansteckungswelle im Herbst wird außerdem über nötige strengere Vorgaben wie Maskenpflichten diskutiert.

Vor der Gesundheitsministerkonferenz in Magdeburg bekräftigte Lauterbach am Mittwoch seinen Plan, von den kostenlosen Tests für alle abzurücken. Man müsse die Bürgertests etwas einschränken, sagte der SPD-Politiker. In der Vergangenheit seien Tests abgerechnet worden, die nicht durchgeführt wurden, und es seien Tests durchgeführt worden, die nicht notwendig gewesen seien. Nötig sei eine bessere Qualitätskontrolle, betonte Lauterbach.

Holetschek: Schutz vor Finanzierungsfrage stellen

Bereits am Dienstagabend hatte Lauterbach in der ARD-Sendung «Maischberger» gesagt, die Länder wollten weiterhin Tests, sie wollten aber nicht bezahlen. Darüber müsse verhandelt werden. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD), die aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz ist, verwies am Mittwoch jedoch darauf, dass die Länder schon jetzt für Tests in Kitas und Schulen…